Hört auf ihn - er ist Protestant !
Sonntag, 15. Mai 2016
Freitag, 8. April 2016
Martin Luther
470
Vor 470 Jahren starb Martin Luther in Eisleben. Der
Vordenker und Begründer der Reformation in Eisleben. Geboren wurde er am 10.
November 1483 als Sohn des Ratsherren Hans Luther und seiner Frau, Margarethe.
Einer seiner Vorfahren war der Ritter Wigand von Lüder aus dem Geschlecht
Großlüders. Der Namen Luther erfuhr im
Laufe der Zeit verschiedene Schreibweisen, Luther selbst führte seinen
Nachnamen in dieser Form erst seit 1512. Der kleine Martin war das zweitälteste
von zehn Kindern der Familie und besuchte die Mansfelder Stadtschule, später
sogar die Domschule von Magdeburg. In der Pfarrschule St. Georgen zu Eisenach
vervollständigte Martin Luthers seine Lateinkenntnisse und studierte
anschliessend in Erfurt.
Vermutlich bereits während des
Studiums kam er mit griechischen Philosophien in Berührung und wurde Anhänger
des Nominalismus, der sich mit dem Begriff des Allgemeinen beschäftigte. Luther
studierte im Anschluss an das Studienende an der „Artistenfakultatät“, in denen
ihm auch die „Brüder vom gemeinsamen Leben“ (eine mittelalterliche
Erweckungsbewegung, die sich zwar in klösterlichen Gemeinschaften
organisierten, jedoch kein Ordensgelübde ablegten), eine Art
vorreformatorischer Bewegung unterrichteten. Sie predigten die praktische
Frömmigkeit und waren die ersten, die durch eine massive Publikation ihrer
Thesen die Menschen erreichten. Vor allem die Buchproduktion war ihnen ein
Anliegen.
Am 2. Juli 1505, auf dem Weg zu
seinen Eltern geriet Martin in ein Gewitter und versprach der Chronik nach in
seiner Angst, bei Verschonen ein Mönch werden zu wollen. Er trat in die
Augustinerkongregation in Erfurt ein und wurde 1507 zum Priester geweiht. Seine
Hauptfrage: „Wie kriege ich einen gnädigen Gott ?“ blieb aber offen und er
wandte sich zunehmend von der Generallinie der katholischen Kirche ab. 1510
fuhr er nach Rom um gegen die Zusammenlegung konservativer und progressiver
Augustinerklöster zu protestieren, erreichte jedoch nicht viel. Wohl zu dieser
Zeit (der genaue Zeitpunkt ist in der Forschung umstritten) entstand Luthers
„sola gratia“ (Gerechtigkeit Gottes) mit der er endgültig mit der katholischen
Kirche brach. Dabei half ihm der
Bibelvers Römer 1, 17:
„Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche aus
dem Glauben kommt und zum Glauben führt; wie geschrieben steht (Hab
2,4 LUT): Der Gerechte wird aus dem Glauben leben.“
Ab mindestens 1515 geriet Luthers Weltbild mit jenem der Kirche in
Konflikt: er sprach sich zunehmend gegen die Praxis des Ablasshandels aus,
kritisiert überholte Riten der Kirche (wie das lateinische Verlesen der
Predigten) und formulierte schliesslich seine 95 Thesen, die er am 31. Oktober
1517 (Luther war genau 34 Jahre alt) an die Schlosskirche zu Wittenberg
anschlug.
Die Kirche reagierte heftig: sie forderte ihn unter Androhung der Ächtung
auf, die Thesen zurückzunehmen und Buße zu tun und tat dies schliesslich auf
Anzeige von Bischof Albrecht von Mainz, nachdem Luther am 14. Oktober 1518 am
Reichstag von Augsburg nicht widerrief. Luther entzog sich der Inquisition
durch Flucht am 22. Oktober und versteckte sich die nächsten Jahre als „Junker Jörg“
auf der Wartburg.
Die Würdenträger der Katholischen
Kirche versuchten Luther mit den über hundert Jahre vorher hingerichteten Jan
Hus zu vergleichen und ihn so der Häresie zu überführen. Dem hielt Luther die
Abspaltung der Ostkirche entgegen. Auch beim nächsten Reichstag in Worm 1521
hielt er an seinen Positionen fest, wohl wissend dass ihm der Tod drohte. Am 8.
Mai 1521 trat das „Wormser Edikt“ in Kraft, welches die Reichsacht über Luther
verhängte.
Von Mai 1521 – Soldaten
Friedrichs des Weisen hatten Luther auf die Wartburg entführt – bis März 1522
blieb er dort und begann die Lutherbibel zu schreiben. Sie ist eines der
Hauptwerke der Reformation konnte doch ab jetzt der Gottesdienst in deutscher
Sprache abgehalten werden. Ausserdem erkannten die Menschen, dass viele Riten
der Katholischen Kirche nicht der Bibel entsprachen.
Im September 1522 war das erste
Teilstück fertig, 1525 die gesamte Heilige Schrift übersetzt.
Ein Merkmal der Lutherbibel war
die übertragene Übersetzung, die sich nicht rein auf die wörtliche beschränkte.
Luther übersetzte so, dass die Menschen alles verstanden.
Er wollte „dem Volk aufs Maul schauen“ und verwendete daher eine kräftige,
bilderreiche, volkstümliche und allgemein verständliche Ausdrucksweise. Sie
wirkte stil- und sprachbildend für Jahrhunderte. So ersann er Ausdrücke wie
Feuertaufe, Bluthund, Selbstverleugnung, Machtwort, Schandfleck, Lückenbüßer,
Gewissensbisse, Lästermaul und Lockvogel. Metaphorische Redewendungen wie
„Perlen vor die Säue werfen“, „ein Buch mit sieben Siegeln“, „die Zähne
zusammenbeißen“, „etwas ausposaunen“, „im Dunkeln tappen“, „ein Herz und eine
Seele“, „auf Sand bauen“, „Wolf im Schafspelz“ und „der große Unbekannte“ gehen
auf ihn zurück.
Diese Übersetzung revolutionierte
die christliche Liturgie: in Wittenberg wurde am 29. Oktober 1525 durch Luther
selber die erste deutsche Messe gelesen, landauf, landab gab es immer mehr
Kirchengemeinden, die die neue Bibel (und damit die neue Gottesdienstordnung)
übernahmen.
Privat fand Luther sein Glück mit
Katharina von Bora, einer ehemaligen Nonne mit der er sechs Kinder hatte.
Luther hat heute 2.800 Nachkommen die sich als „Lutheriden“ bezeichnen.
Lutherstadt Eisleben
Lutherarchiv Eisleben zieht in saniertes Gebäude
Eisleben (dpa/sa) - Das Lutherarchiv
Eisleben ist in ein für 1,45 Millionen Euro saniertes Haus gezogen. «Damit ist
erstmals der gesamte Sammlungsbestand aus Eisleben an einem Ort», sagte der
Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalt, Stefan Rhein, am
Freitag zur Eröffnung.
In den nächsten drei
Monaten sollen die Regale mit 2000 historischen Büchern, Handschriften und
Drucken gefüllt werden. Ein Teil, etwa 900 Bücher, stammt aus der
«Turmbibliothek» der St. Andreaskirche. Der Kirchenreformator Martin Luther
(1483-1546) hatte in der Andreaskirche von Eisleben die letzten Predigten vor
seinem Tod gehalten. Das Archiv ist Teil des Gebäudekomplexes mit Luthers
Geburtshaus und wurde in den vergangenen zweieinhalb Jahren saniert und
erweitert. Ursprünglich wurde das Haus 1861/62 als Schulgebäude errichtet. Ab
1911 war es Tischlerei und Wohnhaus. Luther wurde in Eisleben geboren und starb
auch dort.
Die Lutherstadt Eisleben
erhält ein Lutherarchiv. Das Haus "Seminarstraße 2" wird umgebaut. In
dem Gebäude entstehen Archiv- und Depoträume sowie zusätzlicher Platz für
Angebote der kulturellen Bildung. Der Entwurf für den Umbau stammt vom
Architekturbüro "atelier st" aus Leipzig. Das Büro setze sich in
einem von der Stiftung Luthergedenkstätten veranstalteten architektonischen
Qualifizierungsverfahren gegen drei Mitbewerber durch. Die Aufgabe für die an
dem Verfahren beteiligten Büros bestand darin, eine Idee für den Umbau des
denkmalgeschützten Gebäudes zu entwickeln. Eine besondere Herausforderung
ergibt sich durch die exponierte Lage des Hauses in unmittelbarer Nachbarschaft
zum Welterbe Luthers Geburtshaus sowie zur Taufkirche des Reformators. Der
Entwurf von „atelier st“ sieht vor, das Gebäude im Gartenbereich zu erweitern.
Der neue Anbau soll ein weit heruntergezogenes Dach erhalten, das auf den
zukünftigen Eingangsbereich ins Lutherarchiv zuläuft. Zugleich vermittelt das
Dach zwischen dem Bestandgebäude und der Erweiterung. Aus denkmalpflegerischer
Sicht besticht dieser Entwurf durch die konsequente Auseinandersetzung mit den
Bau- und Raumstrukturen des Hauses. Das Beratergremium, das die Stiftung
Luthergedenkstätten bei dem Qualifizierungsverfahren unterstützt hat, würdigt
den Entwurf als „angenehm zurückhaltend und dennoch eigenständig“. Damit könne
es gelingen, das vielfach ausgezeichnete Architekturensemble von Luthers
Geburtshaus weiterzuentwickeln. Das Haus in der Seminarstraße 2 wurde 1861/62
als Schulgebäude errichtet. Ab 1911 wurde es als Tischlerei und Wohnhaus
genutzt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht das Gebäude leer, seit 2005
befindet es sich im Eigentum der Stiftung Luthergedenkstätten. Für das
Bauvorhaben stehen insgesamt 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel
stammen aus dem Investitionsprogramm „Nationale UNESCO-Welterbestätten“ des
Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie vom Land
Sachsen-Anhalt. Die Fertigstellung des Lutherarchivs ist für Mitte 2014
geplant.
Sonntag, 27. März 2016
Kärntens Superintendent:
Superintendent: Glaube trotz Terror
Sauer sagte, der Karfreitag 2016 stehe auch unter dem Zeichen der schrecklichen Anschläge in Brüssel. Dass Gewalt und Terror immer noch Realität seien und dass Menschen so fanatisiert seien, dass sie Unschuldige opfern und unschuldige Leben aufs Spiel setzen, sehr sehr bedrückend und schrecklich.„Das führt uns in die Realität des Todes, auf eine schreckliche Art und Weise. Der Karfreitag ist der Blick auf Jesu, Leiden und Sterben am Kreuz. Gleichzeitig auch in der Hoffnung, dass damit alle Opfer für die Zukunft hinfällig sind. Aber die Realität – das wissen wir – sieht anders aus.“
„Gegen Leiden und Sterben ankämpfen“
Trotzdem gehe von diesem Kreuz auch die Zuversicht aus, dass Gott im Leiden gegenwärtig ist und sich nicht abwende. So sei an diesem Karfreitag auch die Anteilnahme bei den Angehörigen der Opfer in Brüssel, sagte Sauer. „Im eigenen Leiden und Sterben nicht darauf zu vergessen, dass Gott uns nicht im Stich lässt, dass er uns tröstet und dass er uns ermutigt, gegen Leiden und sinnloses Sterben anzukämpfen.“Mittwoch, 23. März 2016
Sonntag, 20. März 2016
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