Samstag, 10. November 2018

Neuhaus am Klausenbach: evangelisch beeinflusst

Urkundlich ist Neuhaus erstmals mit dem Jahre 1213 bekannt. Von 1213 bis 1332 war Neuhaus im Besitz der Abtei St. Gotthard. Im Jahre 1478 wurde der Ort erstmals zum Markt erhoben. Ab 1607 gehört der Ort zur Herrschaft der Familie Batthyány.[2]
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Vasdobra verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Neuhaus am Klausenbach seit 1992 (durch VO 74).


Die Evangelische Pfarrkirche A. B. ist ein evangelisch-lutherisches Kirchengebäude in Neuhaus am Klausenbach. Es steht über dem Ort am Hang des Burgberges neben der römisch-katholischen Stephanskirche.
Das Gebäude wurde 1794 als Toleranzbethaus errichtet. Nach einer Inschrift am Südportal erfolgte die Umgestaltung zur von außen aus solche erkennbaren Kirche mit Kirchturm im Jahr 1801. Das Kirchenschiff mit Flachdecke und umlaufender Empore auf Eisenstützen im klassizistischen Stil mit eingezogenem niedrigem Polygonalchor hat im Süden einen Fassadenturm mit einem hohen Zwiebelhelm. Die Kirchenfenster haben eine reich gegliederte Rahmung. Der einfache Kanzelaltar ist aus dem Jahre 1801. Die Kirche und das Pfarrhaus erfuhren Mitte des 19. Jahrhunderts eine Erweiterung, daneben wurde ein Wirtschaftsgebäude errichtet, das als Gemeindesaal genutzt wurde. 1894 erhielt der Kirchturm eine Uhr sowie einen Taufstein aus Berlin. Das Altarbild mit einer Darstellung von Jesus in Getsemani stammt ebenfalls vom Ende des 19. Jahrhunderts. 1905 erhielt die Evangelische Pfarrkirche Neuhaus am Klausenbach eine 1981 und 2003 renovierte Orgel. Die Glocken wurden im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen und 1949 durch neue ersetzt. 1981 erfuhr die Kirche anlässlich der Feier zu 200 Jahren Toleranzpatent eine umfassende Sanierung. Das Pfarrhaus wurde 2007 saniert. In diesem Jahr erhielt die Gemeinde auch einen neuen Gemeindesaal.
















































Lutzmannsburg: evangelisch beeinflusst

Die ersten Besiedelungen im Gemeindegebiet von Lutzmannsburg führen auf einen Zeitraum von etwa drei bis fünf Jahrtausenden bis in die Jungsteinzeit zurück.[2]
Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.
Für die Zeit des Römischen Reichs, in der das Gebiet zur Provinz Pannonien gehörte, lässt sich im Bereich der Lutzmannsburger Weinberge eine größere Siedlung nachweisen. Im Frühmittelalter, während der Zeit der Völkerwanderung, besiedelten Goten, Hunnen, Langobarden, Slawen, Awaren und andere Stämme die Region um Lutzmannsburg, ehe es gegen Ende des 8. Jahrhunderts von Karl dem Großen in die Awarenmark seines Reiches eingegliedert wurde. Daraus erfolgte eine fränkisch-bayrische Besiedelung. Als das Erzbistum Salzburg im Jahr 796 das Gebiet zwischen Donau und Plattensee zur Mission zugeteilt wurde, hielt auch in Lutzmannsburg die Christianisierung Einzug. Nach Einzug der Magyaren und der Heirat des ungarischen Königs Stephan I. mit der bayerischen Herzogtochter Gisela der späteren Königin von Ungarn, kamen nach der Jahrtausendwende zahlreiche bayerische Adelige ins Land.
Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1156 zurück, als der ungarische König Géza II. den Rittern Gottfried und Albrecht für treue Kriegsdienste das Dorf „Lusman“ verlieh. Nachdem der Ort bereits damals als Markt bezeichnet wurde, zählt Lutzmannsburg zu den ältesten Marktgemeinden des Burgenlandes. Um 1171 wurde am heutigen Kirchberg eine Komitatsburg errichtet, aus der sich der heutige Name ableitet.
Der Ortsteil Strebersdorf wird erstmals 1195 in einer Schenkung des Provinzverwalters (Banus) Dominicus an das Stift Heiligenkreuz erwähnt.
Durch kriegerische Auseinandersetzung zwischen Ungarn und Österreich kam es zum Verfall der Lutzmannsburger Burg, die um 1263 nicht mehr bewohnbar war. Die Befestigung wurde auf Grund ihrer kurzen Bestandszeit nicht wie die meisten anderen Komitatsburgen städtisch überbaut. Wo die „modernen“ Zerstörungen durch die beiden Friedhöfe und den Straßenbau noch nicht zu weit fortgeschritten sind, sind Wall und Graben selbst heute noch gut im Gelände erkennbar.
Am Ende des 13. Jahrhunderts wurde das gesamte Gebiet aus königlichem Besitz in das Eigentum der Güssinger Grafen übertragen. In weiterer Folge gehörte das Gebiet von Lutzmannsburg zur Burg Güns, die 1445 vom deutschen König und späteren Kaiser Friedrich III. erobert wurde.
Obwohl das Dorf 1529 und 1532 infolge der Türkenkriege völlig zerstört wurde, konnte es wieder rasch aufgebaut werden.
Der um 1570 evangelisch gewordene Ort war im 17. Jahrhundert Sitz des Archidiakonats, zu dem alle Orte Westungarns gehörten. Aufgrund der Gegenreformation 1674 und des Toleranzediktes 1781 durch Kaiser Joseph II. gibt es im Ort sowohl eine katholische als auch eine evangelische Kirche.
Ursprünglich lag der Markt Lutzmannsburg am Bett der Rabnitz. Da diese immer wieder über ihre Ufer trat und das Dorf überschwemmte, wurden in den 1820er-Jahren die Häuser des Ortes nördlich der Rabnitz auf eine Anhöhe hinauf gebaut. Die Hofstatt, die heute noch am Bett der Rabnitz liegt, wurde im Jahr 1965 abermals vom Hochwasser heimgesucht.
Ab 1898 musste auf Grund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Locsmánd verwendet werden.
Da Lutzmannsburg kein Frontgebiet war, blieb der Ort während des Ersten Weltkriegs weitgehend verschont und es kam zu keinen Kriegsschäden. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs war bei Lutzmannsburg der Südostwall abgesteckt. In der Umgebung von Lutzmannsburg überschritt 1945 die Rote Armee die Grenze zu Österreich. 1948 kam es als Folge des Kalten Krieges an der Gemeindegrenze zu Ungarn zur Errichtung des Eisernen Vorhangs, womit Lutzmannsburg nach Osten und Süden isoliert war.
Bedingt durch den Ungarischen Volksaufstand war Lutzmannsburg in der zweiten Novemberhälfte 1956 Auffanglager für ungarische Flüchtlinge.
Ab 2. Mai 1989 wurde der Eiserne Vorhang wieder abgebaut. In der Folge wurde unmittelbar hinter der Therme ein „Kleiner Grenzübergang“ für Fußgänger und Radfahrer zu Ungarn errichtet. Am 21. Dezember 2007 wurde die Grenzstation auf Grund des Schengener Abkommens aufgelassen. 



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Mühlgraben im Burgenland: eine protestantische Gemeinde

Mühlgraben, vor 1921 „Malomgódór“ genannt, war bis 1970 eine selbständige Gemeinde. Von 1971 bis 1992 wurde die Gemeinde ein Ortsteil von Neuhaus am Klausenbach. Aus einem Siedlungsbuch geht hervor, das der Ort erstmals 1387 mit dem Namen „Mechnuk“ genannt wurde. Der Ortsname verdankt seine Entstehung vermutlich einem Rinnsal, an dem eine Mühle stand. Weitere Namen sind im Siedlungsnamensbuch zu finden: 1555 „Milihgrom“, 1660 „Melgrob“, 1698 „Milgrom“ und seit 1751 „Mühlgraben“ (Urbar von Neuhaus am Klausenbach).
Im Jahre 1958 wurde in Mühlgraben mit dem Bau einer Volksschule begonnen, die bereits ein Jahr später fertiggestellt war. Erst mit diesem Moment begann das gesellschaftliche Zusammenwachsen innerhalb der Gemeinde; früher waren die Kinder des Ortes in den Schulen der umliegenden Gemeinden unterrichtet worden. 1973 wurde in Mühlgraben mit dem Bau eines Sportplatzes begonnen. Im Jahre 1985 entstand die Kindergartengruppe Mühlgraben als Teil des Kindergarten Neuhaus/Klb. 1991 wurde der Kindergartenbetrieb wieder eingestellt. Diese Maßnahme war wohl letztendlich der Anlass für eine neuerliche Trennung von der Großgemeinde Neuhaus. Auf Initiative des Elternvereines wurde der Kindergarten umgebaut und noch im Herbst desselben Jahres als Privatkindergarten wieder eröffnet. Nach der Gemeindetrennung übernahm die Gemeinde wieder den Betrieb. Seit Jänner 2003 hat die Gemeinde nach vormaliger Verwaltungsgemeinschaft mit Neuhaus am Klausenbach auch wieder ihre eigene Gemeindeverwaltung inne (inklusive Standesamt). Die Einwohner von Mühlgraben sind zu 53 % Protestanten und zu 40 % Katholiken.

Wappen von Mühlgraben
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Reformationsfeiertag 2018

Im 501. Jahr unserer Reformation waren wir wie jedes Jahr in der Stadtkirche in Wien beim Gottesdienst. Er stand ganz im Zeichen der Erneuerung, immerhin ist die Zahl 501 eine junge hippe. Kenner der jungen Jeansmode kennen die Erzeugnisse der Firma Levi Strauss recht gut. Und auch die Predigt stand im Zeichen der Jugendlichkeit. Ein wirklich berührendes Fest der Liebe und ein festes Zeugnis unseres Glaubens. Evangelisch zu sein ist wieder "in".










Sonntag, 10. Juni 2018

Wien hat einen neuen Superintendenten

https://evang.at/matthias-geist-ist-neuer-wiener-superintendent/

Für eine lebendige, ehrliche, zeitgemäße und lebensnahe Kirche

Wien (epdÖ) – Matthias Geist ist der neue Superintendent der evangelisch-lutherischen Diözese Wien. Die Delegierten aus den Wiener evangelischen Pfarrgemeinden wählten den bisherigen Gefangenenseelsorger am Samstag, 9. Juni, im 5. Wahlgang mit der nötigen Zweidrittelmehrheit. Mit Hans-Jürgen Deml, Marianne Fliegenschnee, Verena Groh und Daniela Schwimbersky hatten sich noch vier weitere KandidatInnen der Wahl gestellt. Ab dem ersten Wahlgang lagen Geist und Schwimbersky deutlich vorne. Nach dem 4. Wahlgang – Geist fehlte zu diesem Zeitpunkt mit 53 von 81 Stimmen eine Stimme auf die Zweidrittelmehrheit, hatte die Ottakringer Pfarrerin ihre Kandidatur zurückgezogen. Geist erhielt dann im folgenden 5. Wahlgang 75 von 81 Stimmen.
Sein Amt wird der neue Superintendent am 1. Dezember antreten. Die feierliche Amtseinführung ist für 27. Jänner 2019 geplant.

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Dienstag, 26. September 2017

Das Reformationsjahr

Reformationsjahr: Ausklang mit Fest in Wien

Mit einem großen Fest auf dem Wiener Rathausplatz feiern die drei evangelischen Kirchen in Österreich am Samstag 500 Jahre Reformation. Das Fest ist Höhepunkt des Jubiläumsjahrs, das an die Veröffentlichung der 95 Thesen von Martin Luther erinnert.
Am 31. Oktober machte Luther seine Thesen publik - heuer ist genau das 500 Jahre her. Von 12.00 bis 22.00 Uhr wird daher am Samstag auf dem Wiener Rathausplatz „gesungen, gejazzt, getrommelt, gespielt, gelesen, gelacht und diskutiert“, verspricht das Festprogramm der von den evangelischen Kirchen Österreichs organisierten Abschlussfeier.
In 38 Pagoden-Zelten informieren die Evangelische Kirche A.B. (lutherisch), die Evangelische Kirche H.B. (reformiert) und die Evangelisch-methodistische Kirche sowie die Diakonie über ihre Themen und Einrichtungen. Auf drei Bühnen sollen unter anderen der Schauspieler Karl Markovics, Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee und der Aktivist Klaus Vogel auftreten.

Kinder- und Jugendprogramm

Die Evangelische Jugend bietet im Rathauspark verschiedene Stationen für Kinder und Jugendliche an, darunter einen Kletterturm, „Bubble Soccer“, eine „Chillwiese“ und eine Rätselrallye. Außerdem gibt es 38 Pagoden, in denen sich die Diakonie und die verschiedenen Arbeitsbereiche der Evangelischen Kirchen vorstellen.
Kabarett – wie etwa die Grazer Oliver Hochkofler und Imo Trojan mit ihrem österreichweit erfolgreichen „Luther 2.0 hoch 17“ –, Lesungen, Theater, Musical- und Chordarbietungen gehören zum umfangreichen Programm auf der zweiten Bühne im Rathauspark und im Rathauskeller.
Auf der Hauptbühne tritt am Samstagnachmittag der deutsche Kinderliedermacher Reinhard Horn mit einem großen Kinderchor auf. Mit dabei ist auch „die weltweit einzigartige Lkw-Konzertorgel“, wie der Pressedienst der Evangelischen Kirchen vorstellte. Was auf ihr gespielt wird, bestimmt das Publikum.

Pop, Gospel und Abendsegen

Ab 19.30 Uhr führt Regisseur und Schauspieler Karl Markovics auf der Hauptbühne mit eigenen thematischen Beiträgen durch das Abendprogramm. Dann liegt unter dem Titel „Sound of Heaven“ Musik in der Luft. Bach goes Beirut mit Marwan Abado, Paul Gulda und Peter Rosmanith, die virtuosen und Festival-erprobten Bläser Da Blechhauf’n, die angesagte Jazz-Funk-Groove-Elektro-Truppe 5K HD, der neuen Formation rund um Schmied Puls-Sängerin Mira Lu Kovacs mit ihrem neuen Album, mitreißender American Gospel mit Shelia Michelle und der Gruppe 4Real sowie das Orchester der PopAkademie der Johann Sebastian Bach Musikschule warten auf die Gäste des Fests, das um 22.00 Uhr mit einem Abendsegen endet.